Joe, ein amerikanischer Seemann, randaliert unter Drogeneinfluss mit einer Waffe auf einem Hochhausdach mitten in Neapel. Als Joe von Scharfschützen erschossen werden soll, erscheint Kommissar Rizzo. Er hält seine Kollegen davon ab, den Mann zu erschießen und steigt selbst auf das Dach. Dort gelingt es ihm mit Mühe, den Seemann zu überwältigen. Nach einem Gespräch unter vier Augen nimmt der Kriminalkommissar dem Marinesoldaten noch weitere Betäubungsmittel ab, verspricht ihm aber eine mildere Haftstrafe, sofern er sich ohne weitere Gegenwehr festnehmen lässt. Man einigt sich später auf „Sonnenstich“ als Ursache für den Ausraster. Als Rizzo am gleichen Tag wieder in seinem Büro erscheint, erfährt er, dass er einen neuen Vorgesetzten bekommt, einen gewissen Dr. Tabassi. Dieser will, dass alle Polizisten eine Schusswaffe tragen, was Rizzo missfällt, da er selbst stets unbewaffnet ist und nur seine Fäuste benutzt. Tabassi macht Rizzo außerdem klar, dass er von dessen Methoden nicht viel hält. Nachdem eine Prostituierte namens Marta mit einer scharf geschliffenen Münze im Gesicht entstellt wurde, nimmt sich Rizzo der Sache an. Von einer Freundin Martas erfährt er, wer dahinter steckt: Ferdinando Scarano, genannt „Der Baron“. Rizzo stellt diesen zur Rede und verprügelt ihn. Er ist sich sicher, dass Ferdinando eine wichtige Rolle im Drogengeschäft spielt. Kurz bevor dieser unter Rizzos Druck gestehen will, erscheint allerdings sein Anwalt de Ribbis und er wird aufgrund mangelnder Beweise auf freien Fuß gesetzt. Rizzo wird von seinem neuen Chef Tabassi suspendiert, da er Scarano verprügelt hat und sich auch sonst nicht an die Regeln hält. Rizzo ermittelt trotz der Suspendierung weiter. Er wendet sich an die neapolitanische Mafia, die Camorra, und macht deren Führern klar, dass sie bald nichts mehr zu sagen haben werden, wenn sie ihn nicht gegen die ausländischen Drogendealer aus Marseille unterstützen. Ein Mitglied der Camorra namens Tonino Percuoco, von allen nur „Zwei-Finger-Joe“ genannt (da er an der linken Hand nur noch zwei Finger hat), überredet seine Camorra-Kollegen, Rizzo unter die Arme zu greifen, was diese dann auch tatkräftig tun. Nun meldet sich Ferdinando, der Baron; er will mit Rizzo sprechen. Der Baron will gestehen und um Schutz bitten, da ihn die ausländischen Dealer, für die er gearbeitet hat, nun bedrohen, weil ihm die von Rizzo geführten Camorra-Mitglieder seines Rauschgiftes beraubten und er somit keinen Gewinn macht. Als Rizzo bei ihm auftaucht, liegt Ferdinando allerdings bereits durch Kopfschuss hingerichtet auf einem Liegestuhl. Rizzo kann den Tatort gerade noch unauffällig verlassen. Rizzo wird von seinem Chef Tabassi vorgeladen. Dieser hat ihn in Verdacht, sowohl Ferdinando getötet, als auch einen weiteren Mord begangen zu haben. Das andere Opfer ist ein kleiner Mann namens Scartelato, der von allen nur „Der Bucklige“ genannt wurde. Er war einer von Rizzos bezahlten Informanten, obwohl er zumeist nur Geschichten erfand. Rizzo sieht in ihm weniger einen Informanten als einen Freund und Glücksbringer. Rizzo stößt bei der Untersuchung des Tatorts auf einen wichtigen Hinweis, den ihm Scartelato zurückgelassen hat. Auch erinnert er sich daran, dass Scartelato ihm etwas von einer Drogenlieferung aus Tunis erzählte, die im Hafen ankommen soll. Im Hafen erfährt er aber, dass kein Schiff aus Tunis ankommen würde, erkennt dann aber, dass ein großer Fischtrawler „Tunis“ heißt. Um auf dieses Schiff zu kommen, bittet Rizzo Seemann Joe um Hilfe, die er aufgrund der Ereignisse auf dem Hausdach auch sofort erhält und der auch noch zwei schlagkräftige Freunde mitbringt. Nach einer großen Prügelei findet Rizzo das Rauschgift, welches in den Bäuchen toter Fische steckt. Rizzo hat durch diesen Fund dem ausländischen Drogenring nahezu den kompletten Rauschgiftvorrat abgenommen und sucht nun den italienischen Verräter, da er glaubt, dass dieser sowohl Ferdinando, den Baron, als auch den Buckligen ermordet hat. Rizzo vermutet außerdem, dass sein ihm scheinbar stets feindlich gesinnter Chef Tabassi mit den Ausländern unter einer Decke steckt. Rizzo trifft sich mit Zwei-Finger-Joe, der ihm immer half, obwohl er eine hohe Stellung in der neapolitanischen Camorra hat. Als dieser Rizzos Vorwürfe leugnet, konfrontiert dieser ihn mit dem Beweis, den er am Tatort des Buckligen fand: Scartelato hatte seine Finger der linken Hand in die Position gebracht, sodass sie der Hand von Zwei-Finger-Joe, seinem Mörder, ähnelte. Zwei-Finger-Joe will Rizzo erschießen, aber die Polizei taucht auf und will beide verhaften. Am Ende stellt Rizzo fest, dass sein Chef Tabassi doch auf der richtigen Seite steht und Rizzo als Köder benutzte, um an die Verbrecher heranzukommen. Rizzo hielt Tabassi für einen Verräter, Tabassi vermutete das gleiche von Rizzo. Zwei-Finger-Joe kann bei der Verhaftung zunächst in die Katakomben fliehen, wird dann aber nach einer weiteren Prügelei mit Rizzo endgültig festgenommen.
Bud Spencer hat den zwar groben, aber doch feinfühligen und gerechtigkeitsliebenden Kommissar Rizzo mal als seine Lieblingsrolle bezeichnet. Mit Rizzo teilt Bud Spencer auch die Liebe zu seiner Heimatstadt Neapel und zu riesigen Tellern Spaghetti.
Den Kommissar Rizzo spielte Bud nach Sie nannten ihn Plattfuß noch drei weitere Male, nämlich in den direkten Fortsetzungen Plattfuß räumt auf (1975), Plattfuß in Afrika (1978) und Plattfuß am Nil (1980). Gerüchteweise hätte es später sogar noch einen fünften Plattfuß geben sollen, der dann in Rio spielen sollte. Dieses Projekt wurde dann aber zugunsten von Vier Fäuste gegen Rio (1984) gekippt.
In allen vier Filmen hat Kommissar Rizzo seinen etwas trotteligen Kollegen Caputo an seiner Seite. Caputo wird von dem ebenfalls aus Neapel stammenden Enzo Cannavale gespielt, der zudem auch noch in Hector, der Ritter ohne Furcht und Tadel (1975) und sehr viel später noch einmal in einer Folge der Serie Ein Koch für alle Fälle (2010) an Bud Spencers Seite zu sehen war.
Der Anwalt De Ribis wird gespielt von Raymond Pellegrin. Dieser spielte 1988 in der Serie Big Man einen alten Freund Bud Spencers. Bezugnehmend auf seine Rolle in Plattfuß wurde in der Serie Big Man fast jedes Zusammentreffen Spencers mit Pellegrin musikalisch mit dem Plattfuß-Thema unterlegt. In der deutschen Fassung der Serie wurde der Soundtrack allerdings ersetzt, so dass diese Anspielung verloren ging.
Der Soundtrack und damit auch die sehr eingängige Titelmusik zu dem Film stammt aus der Feder von Guido und Maurizio De Angelis. Für den Film gespielt wurde das Titelthema allerdings von dem amerikanischen Gitarrenduo Santo & Johnny. Diese Originalversion wurde 1973 zwar auch veröffentlicht, danach aber nie wieder. Auf der 2005 veröffentlichten Soundtrack-CD und auf allen Samplern mit Liedern der DeAngelis-Brüder ist die Originalfassung nicht enthalten, sondern stattdessen eine von den DeAngelis-Brüdern selbst gespielte Version.
Bei dem Luxuswagen, den Ferdinando der Baron in dem Film fährt und der zuerst durch die Hand Kommissar Rizzos etwas in Mitleidenschaft gezogen wird, bevor er schließlich in der spektakulären Verfolgungsjagd die Hügel Mergellinas hinauf gejagt wird, handelt es sich um einen Lamborghini Espada. Bud verfolgt diesen übrigens in einem Fiat 130 Coupé.
In den zahlreichen Schlägereien des Filmes sind fast alle durch die Spencer/Hill-Filme bekannten Stuntmen mit dabei. Eine besondere Rolle fällt hierbei Roberto Dell'Acqua und Claudio Ruffini zu, denn diese dürfen hier als Matrosen der US-Marine zur Abwechslung mal an der Seite Bud Spencers kämpfen.
Die Dreharbeiten fanden überwiegend in Neapel und Rom statt.
Der Film startete am 14. Februar 1974 in den deutschen Kinos, fast vier Monate nach dem Kinostart in Italien. Die deutsche Kinofassung war ungekürzt mit einer Freigabe ab 16 Jahren. In der gleichen Fassung startete der Film am 16. September 1977 auch in den Kinos der DDR. Der Film wurde im Mai 1982 in den deutschen Kinos wieder aufgeführt. Für diese erneute Aufführung erhielt der Film den neuen Titel "Buddy fängt nur große Fische" und wurde zugunsten einer niedrigeren Altersfreigabe um ca. drei Minuten gekürzt. Die Kürzungen betrafen dabei hauptsächlich die Schlägereien, bei denen Plattfuß in der Originalfassung noch etwas rabiater zu Werke ging. In dieser gekürzten Fassung wurde der Film auch im Fernsehen gezeigt und auf VHS und DVD veröffentlicht.Seit 2012 gibt es "Sie nannten ihn Plattfuß" auch bei uns in Deutschland ungekürzt auf DVD und Blu-ray. Da die Kürzungen nur die Schlägereien betrafen, ist die ungekürzte Fassung fast frei von Szenen in Originalsprache. Lediglich ein paar Flüche während der Schlägereien kommen nun auf Italienisch daher. Für die 2012er Veröffentlichung wurde der Film von der FSK neu geprüft. Er ist jetzt auch ungekürzt ab 12 Jahren freigegeben. Außerdem hat der Film dort auch seinen ursprünglichen Titel zurückbekommen.
Ein Jahr nach dem Kinostart entstand in Italien eine Parodie des Films mit Franco Franchi in der Hauptrolle. Der Name des Films: Der kleine Polizist (Piedino il questurino, 1974, Regie: Franco Lo Cascio).
Im Jahr 2024 entstand für Sky Italia eine vierteilige Serie namens "Piedone - Uno sbirro a Napoli" (Plattfuß - Ein Polizist in Neapel) in der ein Schüler des legendären Kommissar Rizzo im modernen Neapel mit ähnlich unkonventionellen Methoden ermittelt. Die Hauptrolle spielte Salvatore Esposito. |